FC 09 Überlingen AH vs. SV Kickers AH

Zum zweiten Mal hieß die Destination zum Auswärtsspiel Überlingen am Bodensee und zwölf Kickers-Recken und unser Kamerad Thomas vom TSV Oberweier traten den Weg an. „Bonne“ hatte sogar noch eine vierköpfige Delegation dabei während wir mit Josip einen Fan an den Spielfeldrand brachten. Im Unterschied zum vergangenen Jahr reisten fünf Mann am Freitag am, alle anderen fanden sich am späteren Vormittag des Spieltages am See ein. Am Freitagabend folgten wir einer im letzen Jahr ausgesprochenen Einladung von „Bibi“, der uns in seiner Jagdhütte zum zünftigen Vesper erwartete. Wir verbrachten dort einen schönen Abend. Im Anschluss verschwanden Roman, Hox, Mamba und Micha noch im Überlinger Bermudadreieck.

Tags darauf trafen nach und nach die Rot-Weißen ein, gingen an der Seepromenade spazieren, in der „Greth“ essen und kurz vor drei ging es gen Sportplatz. Mit tollem neuen Trikotsatz und Warmlaufshirts ausstaffiert traten wir zum Aufwärmprogramm in den Regen hinaus auf den gut präparierten Rasenplatz. Nach der Erwärmungsphase bat der Referee zum Einlaufen, doch bevor der Anstoß erfolgte wurden noch Bilder geknipst und zeitökonomisch die Platzwahl vollzogen.
Die Heimmannschaft trat entschlossen auf  und hatte sich mit einem Abwehrspieler und Keeper der „Zweiten“ verstärkt. Von Beginn spielten sie auf unser Gehäuse dominierten die Anfangsviertel-stunde ehe wir auch zu der einen oder anderen Torchance kamen. Richtig gefährlich vor dem Tor wurde aber nur der Gastgeber, denn die Kickers schossen im ersten Abschnitt fünf Mal über den Fangzaun! Oft spielten wir es in der Box aber auch unglücklich, denn entweder wurde unsere „Klein-Klein“ zu eng oder der Schuss aufs hatte keinen Druck. Im Gegensatz dazu waren die 09-Aktionen klarer, aber allerbeste Chancen, auch aus kurzer Distanz, fanden nicht den Weg ins Netz. In Schlussdrittel der ersten Hälfte, in einer eher ausgeglichenen Phase, fiel dann doch der Treffer für die Hausherren, dessen Entstehung kurios war. Micha bekam einen langen Ball auf den linken Flügel und wollte auf den Keeper zu laufen, aber der diesmal von einer Topform entfernt leitende Unparteiische pfiff eine Abseitsstellung. Die deutliche Fehlentscheidung wurde vom Abwehrspieler eingeräumt und Roman bat seinen Kameraden sehr fair, die Kugel in unseren Besitz zu schlagen. Jener tat das auch, doch der Überlinger Angreifer lief nach dem Pass und schoss auf unseren Kasten. Der beste Mann auf dem Platz, Kickers-Zerberus Marlon, wehrte den Knaller ab, doch gegen den Nachschuss war er dann machtlos. Der „Neuner“ hat Romans Vorschlag ziemlich sicher nicht gehört, aber der Referee hätte, bevor die Kugel im Tor landete, Aufklärung schaffen können. Nun ja, so ging es zwar mit einem verdienten, aber dennoch mit einem G’schmäckle behafteten Rückstand in die Pause. Leider signalisierte Thomas schon jetzt, dass er sich kurz vor dem Halbzeitpfiff etwas im Knie zugezogen hatte und auch Vjeko sowie Mamba waren schon angeschlagen.

Es wurde beim Wiederanpfiff auf die Zähne gebissen, aber bei Thomas ging es deutlich nicht mehr weiter. Zu allem Überfluss wurde auf dem rechten Flügel unweit der Mittellinie ein eklatanter Fehlpass gespielt und mit diesem der zweite Überlinger Treffer eingeleitet. Im Anschluss wurde die Partie trotz Grätschverbot ein wenig wilder bzw. verbal intensiver. Das ausgesprochene Verbot wurde weitgehend eingehalten, aber der eine andere 09er musste jeden Körperkontakt kommentieren oder bei Schiri jammern, obwohl die gröberen Vergehen von ihnen ausgingen. Als dann auch noch Micha angeschlagen war, hatten vier von dreizehn Spielern nicht mehr einsatzfähig. Hox kam somit zu einem längeren Einsatz und löste seine Sache auf dem linken Flügel prima. Es gelang ihm zwar kein Gala-Kabinettstückchen wie im Vorjahr, aber dennoch erheischte er sich Applaus als er Roman gekonnt auswackelte und ins Leere laufen ließ. Vladi, Lars und Tobi waren die verblieben lauffähigen Spieler und leerten den Tank bis auf den allerletzten Tropfen. Immer wieder rannten die Überlinger und zeigten eine Fähigkeit, die wir auch schon oft an den Tag gelegt haben. Chance um Chance wurde verballert. Die Schüsse parierte Marlon, gingen drüber oder vorbei sowie drei Mal an den Pfosten. Statt auseinander zu fallen und ob der übermächtigen Offensive zu verzweifeln, rafften wir uns zusammen und kamen durch Miso zum Anschlusstreffer. Aber auch hier gab es leider lange Diskussionen darüber, dass der Ball beim Rettungsversuch deutlich die Linie überschritten hatte. Obwohl wir läuferisch völlig unterlegen waren, konnten wir immer wieder gefährlich vor und in die Box kombinieren und der einheimische Trainer rief seinen Spielern zu, dass wir zu viele Anspielstationen hatten. Allein der entschlossene Torabschluss fehlte. Roman rettete einen Ball von Andy auf der Linie und auf der Gegenseite fiel das dritte Heimtor, das in der Entstehung auch umstritten war. Kurz vor dem Treffer hätte man auch auf gestrecktes Bein entscheiden können, aber die Entstehung des Angriffs entsprang einem Einwurf, der den Mannen vom Bodensee zugesprochen wurde und nicht korrekterweise den Gästen. Es folgte der vierte Einschlag, aber Dritan konnte nach einem Solo das Leder durch die Beine des Torstehers in die lange Ecke knallen und somit zumindest die Optik des Endresultates freundlicher gestalten. Drei Dinge lassen sich im Rückblick auf die Partie feststellen. Zuallererst war der Sieg für die Mannschaft des FC völlig verdient und eindeutig. Zum Zweiten ist es ärgerlich, dass sie drei Tore nicht aus ihren schönen und gut vorgetragenen Angriffen machten, sondern immer unklare Aktionen und Fehlentscheidungen voraus gingen. Zu guter Letzt hätten wir mit einem oder zwei Spielern mehr an Bord die Partie nicht verloren oder zumindest offener gestalten können.    

Freundschaftlich saß  ein Teil der Heimmannschaft mit uns bei zwei Kästen Gerstensaft auf der Tribüne ehe im Vereinsheim das Essen auf uns wartete. Dort schauten wir Halbzeit eins des Pokalfinales an, zogen weiter ins Hotel und ins Nachtleben der Stadt am See. Unterm Strich war es trotz sportlicher Niederlage ein gelungener Ausflug ans „Schwäbische Meer“ und alle waren  mit dem Gesamtpaket der Tour zufrieden.

Kader: Marlon, Andy, Dritan, Holger, Lars, Marco, Marco, Micha, Miso, Thomas, Tobias, Vjeko, Vladi

 

Bericht: IM

 

 

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