SV Kickers Pforzheim AH - ASV Arnbach AH

Ein Torfestival ging am Abend über die Bühne, obwohl der 26-jährige Arnbacher Keeper und unsere Torhüterin Nicole tadellose Leistungen zeigten. Fünf Mal durften die Gäste jubeln, ebenso häufig freuten wir uns über Treffer. Beide Teams werden sich sagen, dass man bei einer Hand voll erzielter Tore das Spiel eigentlich gewinnen muss. Jede Partie hat Amplituden in allen Bereichen. Keine Mannschaft kann über die ganze Spielzeit dasselbe Niveau in Bezug auf Tempo und Konzentration halten. Wir gestalteten unser zweites Heimspiel wie eine Achterbahnfahrt mit brutalen Höhen und Tiefen.

Obwohl wir uns gemeinsam aufgewärmt haben, oder gerade deswegen, begannen wir die ersten zehn Minuten pomadig. Schon beim allerersten Ballkontakt war zu sehen, dass wir eine schwierige Aufgabe vor der Brust hatten. Der Ball wurde beim Anstoß von den Arnbachern rumgelullt und wir schauten interessiert zu, anstatt drauf zu gehen und zu zeigen wer Herr im Haus ist. Zu weit standen manche Kickers-Recken von den Gegenspielern weg und ließen freundlich gewähren. Passend zur Anfangsphase fiel dann auch das erste Tor des Tages. Einen Freistoß auf unserer linken Seite schlug der Gegner in den Strafraum und Viktor bugsierte unglücklich die Kugel in die eigenen Maschen. Dennoch bekamen wir die Angelegenheit besser in Griff und als Micha einen langen Antritt über seine Seite zum Ausgleich vollendete, drehte sich das Spiel. Kurz darauf profitierten wir von einer Unachtsamkeit eines Spielers in Blau, die Marco zur knappen Pausenführung nutzte. Diese fiel aber zu niedrig aus. Einige weitere beste Möglichkeiten wurden liegen gelassen, so dass gut und gerne vier Treffer auf der Kickers-Seite hätten stehen können. Unsere eklatantesten Schwierigkeiten gestern waren individual-taktische Elemente. Zu einem wurde immer wieder die Kugel zu lange am Fuß behalten, zum anderen wurden zu viele lange Bälle ins Nichts geschlagen. Warum spielen wir nicht von Mann zu Mann und laufen uns wieder frei? Zu oft will man den Zauberball spielen, der zu unnötig viel Laufarbeit führt, da er selten gelingt. Drittens wurden freistehende ASVler nicht gedeckt, obwohl sie keine fünf Meter weit weg waren. Aber, nach schwachem Beginn gab es eine Steigerung und wir erspielten uns wenigstens ein deutliches Chancenplus, auch wenn wir bei der Verwertung zu fahrlässig waren.

Nach der Pause setzten wir zunächst keine Akzente in der gefährlichen Zone, da zu hektisch und ungenau im letzten Drittel agiert wurde. Die Mannen vom Bergacker zeigten nun das schon zu Beginn erwartete Spiel. Die meist leicht eroberten Bälle schlugen sie weit auf ihre Angreifer, so dass unsere Innenverteidiger viel ablaufen mussten. Stets nach demselben Muster liefen deren Angriffsbemühungen ab und wurden deshalb gefährlich, weil die Kickers-Spieler aufgerückt waren und den Rückweg nicht mehr schafften. Mit einem gelungenen Spielzug gelang den Gästen der Ausgleich, aber auch hier waren wir nicht nah genug an den beteiligten Kontrahenten. Nun ging es wieder abwärts, denn als ein Kickers-Oldie an der Strafraumgrenze ein Luftloch schlug, schnappte sich ein Blauer das Leder und schlenzte es in die lange Ecke. Es verstrich nicht viel Zeit und die wilde Fahrt ging wieder nach oben. Jan konnte eine Ecke von Marco im Tor unterbringen. So schnell es rauf ging, ging es auch wieder bergab. Einen weiten Schlag an unsere Sechzehnmeterlinie stoppte ein Rot-Weißer mit der Brust an und kontrollierte das Spielgerät vorbildlich. Doch dann schoss er einen Bock! Vorzugsweise hätte er das Spiel mit einem einfachen Flachpass nach rechts oder links fortsetzen können, aber er entschied sich für ein Dribbling, das in die Hose ging und zum vierten Gegentor führte. Die Luft war raus und nach zwei Kontersituationen zappelte dann der dritte Anlauf in unserem Netz. Und wie kam es dazu? Einer unserer Innenverteidiger wechselte sich aus und gab dem Eingewechselten die Position bekannt. Leider befand sich dieser Spieler beim ASV-Konter am gegnerischen Strafraum und nicht in unserer Viererkette. 3:5 im Rückstand, dass gibt es doch nicht! Hoffnung gab nur die Restspielzeit von zehn Minuten. Als Vladi das Leder lang auf den rechten Flügel spielte, konnte sich Igor durchsetzen und Andy den Anschlusstreffer erzielen. Noch sieben Minuten! Plötzlich drängten wir die Mannen vom Bergacker vehement hinten rein und kamen zu weiteren guten Tormöglichkeiten. Kurz vor dem finalen Pfiff des souverän leitenden Miso war es Marco vorbehalten, zumindest das Remis zu erreichen. Aus zwölf Metern zischte der Ball in die Maschen. Kurz darauf war die Begegnung zu Ende.

Läuferisch, spielerisch, im Positionsspiel sowie beim Deckungsverhalten gab es gestern Luft nach oben. Positiv ist die Aufholjagd im Schlussakkord zu bewerten. Schade ist es, dass wir uns nicht mit einem Heimsieg belohnt haben, denn übers gesamte Spiel hinweg waren wir die spielbestimmende Mannschaft mit mindestens doppelt so vielen Torchancen als die Gastmannschaft. Letztlich war es eine faire Partie auf dem schönen und bestens präparierten Kickers-Rasenplatz. Lange saßen wir noch bei ein paar Kisten mit den Arnbachern auf unseren herrlich warmen Steinstufen und genossen den Abend.

Kader: Nicole, Andy, Engin, Igor, Jan, Johann, Marco, Marlon, Micha, Sascha, Tobias, Viktor, Vladi

 

Bericht: Micha Krüger

 

 

 

 

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