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- noch frei -

SV Kickers AH - HNK Kroatia

Der Feldsaisonauftakt gegen die Kroaten war ein leuchtendes Beispiel für die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Was verlangen Trainer, Väter und Zuschauer alles z. Bsp. von den Nachwuchskickern in sämtlichen Jugendmannschaften ab und wie sieht es mit der eigenen Umsetzung bei einem AH-Spiel aus?

Ebenso wurde aufgezeigt, welcher Faktor die Psyche selbst bei einem Hobby-Kick spielt. Zum Beispiel stellt sich primär die Frage, wie man einen Vier-Tore-Vorsprung in der Schlussviertelstunde verspielen kann? Am Ende hatten die Gäste sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß, aber der ballführende Angreifer wollte selbst den Ruhm einstreifen, anstatt auf einen der beiden mitgelaufenen Kameraden zu passen. Jene hätten das leere Tor sicher nicht verfehlt.

Wie üblich war vor der Begegnung alles bestens vorbereitet, die Aufstellung hing aus, die Trikots, Hosen und Stutzen waren am Sitzplatz eines jeden Kickers Crack drapiert und Süßes sowie Obst wurde angeboten. Wie es nun so ist, mit Partien gegen vermeintlich schwächere Gegner, man tut sich schwer. Das Aufwärmen war betont lässig, das Spiel schien keine Herausforderung zu werden und Gedanken, welche Aufgaben ein jeder in seiner Spielposition zu erfüllen hat, wurden kaum angestellt. Dem Fußballsachverständigen dürfte aber der Ablauf der Partie klar gewesen sein. Die Kroaten würden wie im Herbst hinten dicht machen und ihr Heil in Kontern suchen. So kam es dann auch. Zwar spielte sich das Geschehen größtenteils in der Gästehälfte ab, dennoch hätten wir in den ersten fünfzehn Minuten zwei oder drei Tore kassieren können, ehe ein einziger Angriff unsererseits gefährlich vors Tor kam. Nach zwanzig Minuten bekamen wir die Sturmläufe besser in Griff, aber der Sand im Getriebe knirschte unüberhörbar weiter. Erst im letzten Drittel der Halbzeit wurde es im Torraum des HNK brenzlig. Es benötigte wieder einmal eine dosenöffnende Fackel von Knipser. An der rechten Strafraumkante zog er auf und donnerte mit seinem linken Fuß das Leder neben den Pfosten ins lange Eck. Die rot-weißen Chancen häuften sich nun und Lars erhöhte geistesgegenwärtig nach einem Torwartfehler per Kopf. Zwei gute Gelegenheiten von Jan, eine Hundertprozentige von Knipser und ein schöner Schlenzer von Andi fanden leider keinen Erfolg. In der Halbzeitpause wurde die große Lücke im Mittelfeld angesprochen und eine bessere Staffelung ins Visier genommen.

Fulminant war der Auftakt im zweiten Abschnitt, doch der schön herausgespielte Treffer von Igor wurde wegen einer angeblichen Abseitsstellung falscherweise aberkannt. Weiter ging es gegen den massierte Deckungsverband. Johann hämmerte einen Strahl in die Gambe und konnte per Kopf gar seinen zweiten und insgesamt vierten Treffer des Spiels erzielen. Nun war das Spiel wenigstens ergebnistechnisch im Soll, aber weiterhin wurden unnötige Fehlpässe gespielt. Der Risikoball wurde dem einfachen Zuspiel zum Nebenmann zu häufig vorgezogen. Der ein oder andere Spieler schaute immer wieder nur zu und war erst dann am Spielgeschehen beteiligt, wenn die Kugel in der unmittelbaren Nähe war. Zudem spielten wir mit zwei Linien etwa ein 3-7- System, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren riesig. Es ist unverständlich, dass wir bei einer so deutlichen Führung weiterhin kopflos und heillos offensiv angerannt sind, statt den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen. Trotz Toren blieben unsere Fehler … und auch die Konter der Balkan-Kicker.

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff gab es einen zweifelhaften Freistoß an der Sechzehnerlinie, der scharf auf Marlon getreten wurde. Der parierte Ball wurde leider von einer blauen Übermacht aus kurzer Distanz in die Maschen bugsiert. Wie konnten die Roten da in Unterzahl bzw. die Gegenspieler nicht markiert sein? Das zweite Gegentor fiel aus einer Abseitsstellung heraus, in Folge derer Vladi stehen blieb und auf den fälligen Pfiff wartete. Dieser erfolgte leider nicht, ebenso wenig wie eine gedankliche Umstellung der Kickers-Oldies. In der Abwehr war man meist zu zweit oder zu dritt und vom Rest des Teams allein gelassen. Wir kamen im Angriff zwar noch zu drei guten Einschussmöglichkeiten, aber davon hatten die Gäste ein paar mehr. Zum Glück scheiterten sie an Marlon oder ihrem eigenen Egoismus. Die beiden letzten kroatischen Treffer zum Remis kassierten wir durch Konter durch die Mitte -  immer nach demselben Muster. Der Nebenmann wurde übersehen, das riskante Zuspiel abgefangen und los ging die wilde Fahrt Richtung Kickers-Gehäuse. Am Ende einer mehr als dürftigen Partie stand eine mageres 4:4 zu Buche, das in den letzten Sekunden noch in einer Niederlage hätte enden können. Positiv war, dass wir vier Tore erzielt haben und sich niemand ernsthaft verletzt hat. Unbedingt verbessern müssen wir das Laufvermögen, das Positionspiel, das Zusammenspiel, den Torabschluss und die Antizipation. Ohne eine sehr deutliche Steigerung werden wir in den kommenden Partien das Fell über die Ohren gezogen bekommen!

Kader: Marlon, Andreas, Engin, Igor, Jan, Johann, Lars, Marco, Marco, Micha, Peter, Tobias, Vladi

Bericht: IM

 

 

 

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